Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension zu "Roter Mars"

Heute gibt es eine Rezension zu dem Science-Fiction-Roman
"Roter Mars" von Kim Stanley Robinson.
 
Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt zur "Mars-Trilogie". Band 2 heißt "Grüner Mars" und Band 3 trägt den Titel "Blauer Mars".
Geschrieben wurde die Trilogie, zu der es auch eine Kurzgeschichtensammlung gibt, in den 90er Jahren und sie wurde jetzt neu aufgelegt.
 
Das Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
 

Kurzinformationen:
 
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 816
Erscheinungsjahr: Oktober 2015
Originalausgabe: "Red Mars" (1992)
Übersetzung: Winfried Petri
ISBN: 978-3-453-31696-6
Preis: 14,99 € (Paperback/Broschur)
 
Inhalt:
 
 2026: Die ersten hundert Kolonisten brechen zum Mars auf.
Es ist die größte Herausforderung, der sich die Menschheit je gegenübersah: die Besiedlung unseres Nachbarplaneten Mars. Die Verwandlung einer lebensfeindlichen Wüstenwelt in einen blauen Planeten wie die Erde. Von der ersten bemannten Landung auf dem Mars über die frühen Kolonien und ihre Auseinandersetzungen, welche Form von Gesellschaft sie erbauen sollen, bis zum riskanten Versuch, das Klima einer ganzen Welt zu verändern.
 
 
Meine Meinung:
 
Das Buch ist in 8 Teile unterteilt und jeder Teil wird aus einer anderen Perspektive, bzw. von einer anderen Figur erzählt. Der erste Teil liefert einen Ausblick in die Zukunft, bevor man im nächsten Teil die ersten 100 Bewohner des Mars auf ihrer Reise im Raumschiff Ares begleitet.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es noch etwas verwirrend war, da man die Hintergründe und Zusammenhänge nicht kannte.
 
Sofort ist mir aufgefallen, dass man nur sehr wenig über die Protagonisten erfährt. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Informationen gewünscht, da die Personen leider durchweg sehr blass geblieben sind. Über deren Vergangenheit erfährt man nur bruchstückhaft etwas und die Unterschiede zwischen den Personen sind nicht groß, sodass es oft keinen Unterschied gemacht hat, aus welcher Perspektive man gelesen hat.
Im Gegensatz dazu ist sein Schreibstil sehr beschreibend. Dadurch kann man sich den Mars und seine Beschaffenheit sehr gut vorstellen und das Buch lässt sich flüssig lesen.
Die vielen Fachbegriffe und teilweise technischen Beschreibungen haben dem Lesefluss nicht geschadet. Für mich persönlich war aber kein roter Faden vorhanden und ich habe die Geschichte oft als handlungsleer empfunden.
 
Endet ein Teil, springt der Autor manchmal viele Jahre weiter und man wird mit neuen Informationen konfrontiert, die man nicht immer einordnen kann.
Dafür behandelt der Autor Themen, die auch heute noch aktuell sind, u.a. die drohende Überbevölkerung, Ressourcenknappheit usw. Auch die unterschiedlichen Interessen der Marsbewohner werden angesprochen, der Interessenskonflikt hätte meiner Meinung nach aber noch deutlicher herausgearbeitet werden können.
 
Fazit:
 
Ein toller Schreibstil, der Geschichte fehlt es aber an Spannung und dafür passiert auf über 800 Seiten dann doch zu wenig um den Leser zu fesseln. Mir persönlich fehlen Hintergrundinformationen, trotzdem beschreibt der Autor hier ein realistisches Szenario.
Für Science-Fiction-Fans ist dieses Buch bestimmt interessant!
 
 
 
Hier könnt ihr auf der Verlagsseite weiterstöbern!
 

Fun Fact:
 
Das Aussehen der "Marsflagge" leitet sich von der Marstrilogie ab. Der rote Balken steht für den Mars wie er jetzt ist, ein roter Wüstenplanet. Der grüne Balken steht für den Mars während eines möglichen zukünftigen Terraformings. Der blaue Balken steht für den Mars nach einem möglichen abgeschlossenen Terraforming, als blauer Planet, wie die Erde.
 
Quelle: Wikipedia

 
 
 
 
 
 
 

 
 

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